Ganzheitliche Freiheit – Eine kleine Gedankensammlung

Von Aaron Kaay|Mai 18, 2018|Basics, Spiritualität

Ein kleine – und sicherlich nicht vollständige – Gedankensammlung zur Frage: Was ist ganzheitliche Freiheit und wie erlange ich sie?

Was ist ganzheitliche Freiheit?

Es ist keine absolute Freiheit.
Absolute Freiheit hast du nur, wenn du darauf scheißt, was dein Handeln bewirkt.
Das finde ich nicht erstrebenswert.
Das dient weder dir noch dem Leben.
Findest du es erstrebenswerte, dass deine Mitmenschen mit Verweis auf ihre absolute Freiheit einen Dreck darauf geben,
was ihr Handeln für Konsequenzen auf dich hat?
Hoffentlich nicht. (Wenn doch, sei dir geraten, dich mit dem Thema Selbstliebe zu beschäftigen.)
Und damit gilt auch das Umgekehrte für dich.

Unter „ganzheitlicher Freiheit“ verstehe ich einen Sinn für Freiheit,
der berücksichtigt, dass ich ein Teil des Ganzen bin.
Dass meine Freiheit, die der anderen bedingt und beeinflusst.
Die Freiheit des Einzelnen endet meiner Meinung nach nicht per se dort,
wo die eines*r anderen beginnt, so wie es Immanuel Kant formuliert hat.
Es gibt doch eine Schnittmenge meiner und deiner Freiheit, unserer Freiheiten.
Dieser Bereich ist äußerst spannend und interessant,
hier können wir uns begegnen, interagieren und frei sein.
In diesem Bereich, können wir echt sein und gemeinsam und frei etwas erschaffen,
wenn wir uns dessen bewusst sind, sogar vielleicht das, was wir uns wünschen.

Ganzheitliche Freiheit endet dort, wo sie die Freiheit Anderer ohne deren Einwilligung beschneidet.
Wenn mir eine Person erlaubt, für sie bis auf Weiteres (z.B. die Rücknahme dieser Entscheidung durch ein Signalwort) bestimmte Entscheidungen zu treffen,
so ist das auf ihrer Seite (freiwillige und konsensbasierte) Hingabe, Kontroll- und Freiheitsverlust,
und auf meiner Seite immer noch ganzheitliche Freiheit.

Wie werde ich ganzheitlich frei?
Indem ich meine Innenwelt achtsam beobachte
und aufhöre, automatisch inneren Zwängen und gewohnten Verhaltensweisen zu folgen.
Ich muss nicht aufhören ihnen zu folgen, denn wenn sie mir dienlich sind,
sind sie ja auch praktisch.
Aber ich folge ihnen nicht automatisch, sonder ich merke, wenn sie greifen, entscheide mich bewusst für sie, und gebe mich ihnen dann hin.

Und indem ich meine limitierenden Glaubenssätze identifiziere und durch bekräftigende und befreiende ersetze.
Keine leichte Sache, aber wichtig. (Dazu schreib ich bald einen anderen text, gibt aber auch schon viel im Internet zu finden)

Wenn ich dann also in einem gegenwärtigen Bewusstseinszustand bin,
in dem ich weder automatisch agiere noch durch grundsätzliche Limitierungen meines Egos eingeschränkt bin,
dann kann ich meine innerste Wahrheit entdecken,
tiefe und echte Freude über das empfinden, was gerade ist, egal was es ist,
denn ich weiß, es birgt einen Schatz in sich: eine Lektion, eine Erkenntnis, eine schönen, genüsslichen Moment etc.
und ich kann mir in diesem Moment gewahr werden,
dass alles was mich umgibt,
mit mir verbunden ist,
und dass ich aus diesem Moment heraus,
ganzheitlich frei mit allem was mich umgibt interagieren kann,
um meine Wahrheit zu leben.

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